Samstag, Dezember 31, 2005
Freitag, Dezember 30, 2005
Donnerstag, Dezember 29, 2005
Mittwoch, Dezember 28, 2005
Dienstag, Dezember 27, 2005
Die Zeit zwischen den Jahren
Nun hatte es der Schnee gestern auch bei uns geschafft und unser Waldhessen winterlich eingepackt.
Die Zeit "zwischen den Jahren" wird oft genutzt um Rückschau zu halten und viele gute Vorsätze für das neue Jahr zu fassen.
Vielen stellen zum Ende des Jahres fest, dass sie genau dort stehen, wo sie letztes Jahr auch standen, sich nichts wirklich verändert hat. Da waren Glaube und Hoffnungen, dass etwas besser wird, was jedoch vom blanken Hass zerstört wurde. Glaube und Hoffnung auf der einen Seite vermochten nicht, die Vorurteile und den Hass auf der anderen Seite auszulöschen, und so geht ein weiteres Jahr zu Ende und es endet wie die letzten 4 Jahre zuvor.
Der kleine Prinz trifft ein nettes Schwein.
Viel hatte der kleine Prinz gelernt, in den Tagen seit er dem Fuchs begegnet war. Und so zog er vergnügt und sorglos weiter, die Welt kennen zulernen. An einem sonnigen Herbstnachmittag traf er in der Nähe eines Dorfes ein Schwein, welches gerade von einem Spaziergang zurückkam. Das Schwein sagte freundlich:
"Hallo kleiner Mensch, laß uns ein Stück des Weges zusammengehen".
Gern willigte der kleine Prinz ein, er war schon seit Tagen allein gewandert und recht froh wieder mit jemanden sprechen zu können. Und er freute sich auch, daß es so ein fröhliches Schwein war, das er getroffen hatte. Zwar hatte er schon einiges von Schweinen gehört, hatte auf seiner Reise auch schon einige am Wegrand gesehen, die sich zufrieden im Schlamm suhlten, was er aber nicht verstehen konnte.
Nicht, daß es ihn direkt störte, daß sie sich so schmutzig benahmen, aber einen Grund dafür fand er nicht.
Den ersten Teil der Strecke gingen sie wortlos nebeneinander und nur hin und wieder betrachteten sie sich gegenseitig. Das war auch eine Art jenes gegenseitigen Betastens und Kennenlernens, daß er vom Fuchs so vortrefflich gelernt hatte. Plötzlich fragte das Schwein, so daß der kleine Prinz fast überrascht war: "Kleiner Mensch, was ist für Dich das Schönste auf der Welt?" Er dachte nicht lange nach und sagte "Ich liebe es zu reisen, die Welt kennenzulernen und Freunde zu haben."
Das Schwein grunzte leicht zustimmend, aber der kleine Prinz spürte, daß dies ist nicht alles war und so fragte er seinerseits: "Und Du, liebes Schwein, was ist für Dich das Schönste in der Welt?" Das Schwein schaute ihm mit seinen kleinen freundlichen Augen kurz offen in seine Augen und sagte strahlend: "Schwein zu sein, ist natürlich das Schönste" und fügte nach einer kurzen Pause hinzu: "und diese Freuden mit anderen zu teilen dürfen".
Das erstaunte den kleinen Prinzen "Einfach nur sein, nicht mehr?" "Was willst Du denn mehr als sein, das geht gar nicht" war die Antwort. "Aber es kann doch nicht jeder Schwein sein, ich zum Beispiel bin doch ein Mensch, wie sollte ich da als Schwein glücklich sein?"
"Jeder auf seine Art kann ein Schwein sein, so wie jeder auf seine Art auch Mensch sein kann. Nur das Schweinsein ist eben schöner als das Menschsein."
Das machte den kleinen Prinzen neugierig. "Wie könnte ich denn ein Schwein sein?" fragte er zweifelnd. "Komm nur mit mir, ich zeige es Dir, es ist ganz einfach".
Kurze Zeit später waren sie an einem einfachen Stall aus Brettern angekommen. Neben dem Stall war ein großes Matschloch und es stand da noch eine große Wanne mit frischem Wasser.
"Komm herein" sagte das Schwein und zögernd trat der kleine Prinz gebückt in den Stall. Es war schummrig und roch herb und doch sah es in der einen Ecke in der viel Stroh lag ganz gemütlich aus. Der kleine Prinz konnte verstehen, daß sich das Schwein hier wohl fühlte.
"Lege Deine Menschensachen ab, wir wollen rausgehen und uns ein wenig suhlen." Da erschrak der kleine Prinz, so hatte er sich das nicht vorgestellt. Nicht nur, weil er sich genierte sich nackt auszuziehen, es war auch die Vorstellung, jemand könnte vorbeikommen und sehen, wie er als Mensch gemeinsam mit einem Schwein im Matsch suhlte.
Das wäre peinlich, davor hatte er Angst. Aber das wollte er dem Schwein gegenüber nicht zugeben, also sagte er: "Ich glaube nicht, daß ich mir Dir im Matsch suhlen kann".
Das Schwein war natürlich weise und wußte längst was der kleine Prinz dachte und hatte schon mit einer Ausrede gerechnet.
"Hast Du es je versucht?" entgegnete das Schwein mit fragendem Blick. "Nein" mußte der kleine Prinz kleinlaut zugeben.
"Dann sprichst Du also von Dingen, von denen Du nichts weißt, hast Angst vor Gefühlen, die Du noch nie gespürt hast. Das tun viele Menschen, es ist eine Eigenart von ihnen, zu reden und nichts zu wissen und vor lauter Angst das Schönste nicht zu tun." Halb enttäuscht, halb auffordernd sah das Schwein den immer kleiner werdenden Prinz an. "Ich hatte gehofft, Du seist anders, als die Menschen, die ich bisher getroffen habe".
Das traf den kleinen Prinzen, er wollte das freundliche Schwein nicht enttäuschen und er wollte es eigentlich auch ganz gern einmal versuchen, wenn nur diese Angst nicht wäre. Hilfesuchend sah er das Schwein an, dessen ganzes Wesen jetzt Sicherheit, Gewißheit, Vertrauen und Schutz ausstrahlte.
Plötzlich erhellte sich das Gesicht des kleinen Prinzen und strahlte befreiend und auch das Schwein strahlte schon, als er "Ich tue es" rief. Schnell legte er seine Sachen beiseite und zog sich aus, es war ganz natürlich und jede Peinlichkeit war wie weggeweht und er mußte sogar laut lachen. Es wurde ihm bewußt, daß das Schwein ja auch nackt war, nur an ihm fiel es niemand auf, vermißte niemand die Kleider.
Das Schwein war ganz Schwein, ganz offen und frei nach außen. Das gab es wohl nur bei den Menschen, daß sie etwas von sich verbergen oder verstecken wollten, nach außen nie als Ganzes auftraten, sondern immer nur als Teil. Beim Schwein war das Wesen und der Körper immer eins. Beim Menschen aber gespalten, das Wesen war nach außen gewendet, der Körper aber immer nur nach innen offen, nach außen verhüllt.
Kaum hatte er einen Fuß in den Matsch gesteckt, zögerte er doch wieder. War er zu mutig gewesen? Wo war jetzt sein Mut?
Der Matsch war von der Sonne erwärmt und angenehm weich und anschmiegsam. Plötzlich spürte der kleine Prinz von hinten einen weichen Rüssel, der ihn sanft schubste. Da ließ er sich ganz fallen, ließ alle Ängste los und plumpste der Länge nach in den weichen Morast.
War das schön! War das weich! Wirklich, er hatte ja gar nichts gewußt, gar nichts vom Suhlen und Schweinsein. Quiekend sprang nun das Schwein hinterher und sie suhlten sich gemeinsam, ahlten sich im Dreck und bewarfen sich übermütig mit Schlamm. Alle Sorgen die soeben noch schwer und bedrückend waren flogen davon, es war nur noch weich und warm und schön.
Wäre jetzt ein Mensch vorbeigekommen, hätte sich der kleine Prinz nicht mehr schämen müssen, er hätte gestrahlt und gedacht "Der Arme, warum hat er es nicht auch so schön wie ich?" Nach einer Weile fragte das Schwein: "Verstehst Du jetzt, was es bedeutet ein Schwein zu sein?" "Ja" strahlte der kleine Prinz, "jetzt versteh ich es und ich bin froh darüber. Aber was soll nun werden? Ich kann doch nicht immer ein Schwein bleiben?"
"Nein, das sollst Du auch nicht, Du bist Mensch, ich bin Schwein und das ist gut so. Aber jetzt weißt Du, daß Du schöne Dinge auch mit einem Schwein erleben kannst. Nun komm!". Das Schwein ging mit dem Prinzen zur Wasserwanne, sie sprangen hinein und bespritzten sich solange mit dem angenehm kühlen und frischen Wasser, bis sie wieder ganz sauber waren.
Der kleine Prinz zog sich wieder an und war wunderbar erfrischt. Beglückt machte er sich wieder auf den Weg. "Auf Wiedersehen!" sagte der kleine Prinz, "bis bald!" sagte das Schwein, "Dies ist mein Geheimnis, es ist so einfach, sei Du selbst. Tue was immer Du selbst wirklich tun willst. Lege alle Zweifel und Ängste ab, wenn Dein Herz ja sagt."
(Verfasser unbekannt)
Montag, Dezember 26, 2005
Ein Blatt Papier und Cartoon
Ein Blatt Papier
Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollte sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin.
Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den einzelnen aufgeschrieben hatten. Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste.
Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?" hörte man flüstern. "Ich wusste gar nicht, dass ich irgend jemandem was bedeute!" und "ich wusste nicht, dass mich andere so mögen" waren die Kommentare. Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.
Einige Jahre später war einer der Schüler in Vietnam gefallen und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Sie hatte noch nie einen Soldaten in einem Sarg gesehen - er sah so stolz aus, so erwachsen. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt hatte, ging am Sarg vorbei und erteilte ihm die letzte Ehre.
Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Soldaten, die den Sarg trugen zu ihr: "Waren Sie Mark's Mathe-Lehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen." Nach dem Begräbnis waren die meisten von Mark's früheren Schulfreunden versammelt. Mark's Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen.
"Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark gefallen ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen." Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten. "Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben" sagte Mark's Mutter.
"Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte, "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Lade in meinem Schreibtisch". Chuck's Frau sagte, "Chuck bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch" sagte Marilyn.
"Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Vicki, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Vicki und meinte dann ohne mit der Wimper zu zucken: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt."
Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte... Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.
Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet. Und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind. Sagen Sie es ihnen, bevor es zu spät ist. Du bist ein wahrer Freund, ich mag Dich sehr!
(Verfasser unbekannt)
Sonntag, Dezember 25, 2005
Ich wünsche dir zur Weihnachtszeit
Weihnachtszeit
Ich wünsche dir zur Weihnachtszeit,
dass es vom Himmel leise schneit
und dass zu Hause immerzu
nur Frieden herrscht und heil'ge Ruh,
die Menschen froh und glücklich sind
und frei von Tränen jedes Kind.
Ich wünsche dir zur Weihnachtszeit,
dass Freude übertönt manch Leid,
das Glück dir stets gewogen bleibt,
die Sorgen aus dem Herzen treibt,
die Liebe immer überwiegt
und Toleranz den Hass besiegt.
Ich wünsche dir zur Weihnachtszeit,
dass es vom Himmel leise schneit
und dass auf dieser schönen Welt
nicht nur der Wert des Geldes zählt,
dass Zeit genug zum Leben bleibt,
denn dann ist wirklich Weihnachtszeit!
Samstag, Dezember 24, 2005
Brief an das Christkind
Brief an das Christkind
In Nürnberg lebte eine alte Frau,
für sie war das Leben einsam und grau,
mit Ihrem Einkommen war es schlecht bestellt,
mit einem Wort sie hatte kein Geld.
Sie überlegte angestrengt hin und her,
woher denn Geld zu kriegen wär'.
Ihr kam ein Gedanke oh, wie fein,
so schrieb sie ein Brief an das Christkindlein.
LIEBES CHRISTKIND ICH BIN ALT UND ARM,
DAS GELD IST ZU WENIG, ICH BITTE ERBARM,
DRUM SCHICKE MIR SCHNELLSTENS 100 EURO,
SONST MÜSSTE ICH HUNGERN UND WÄR NICHT MEHR FROH.
EINE ANDERE HILFE WEIß ICH NICHT MEHR,
DENN OHNE MONETEN IST`S DOCH RECHT SCHWER,
ABER BITTE BEEILE DICH MIT DEM GELD,
SONST IST'S NICHT MEHR SCHÖN AUF DIESER WELT.
Der Brief wird frankiert, in den Kasten gesteckt,
der Postbote ihn dann morgens entdeckt,
er liest die Adresse was soll er nur machen,
AN DAS CHRISTKIND das ist ja zum Lachen.
Er denkt sich aber, ein Spaß muss sein,
der kommt ins Fach vom Finanzamt hinein.
Am nächsten Tag dort angekommen,
wird er vom Beamten in Empfang genommen.
Wenn Sie nun glauben, er schmeißt weg diesen Brief,
oh, so ist das nicht, da liegen Sie schief,
er liest die Adresse und denkt gleich daran,
wie man der alten Frau helfen kann.
Ja, Glauben Sie mir, das ist kein Scherz,
es gibt beim Finanzamt mal jemand mit Herz,
ihm kommt ein Gedanke, und das ist fein,
das könnt für die Frau eine Hilfe sein.
Er fängt gleich an durch die Büros zu wandern
und sammelt recht fleißig von einem zum andern.
Doch leider war er über den Erlös nicht ganz froh,
statt 100, bekam er nur 70 Euro.
Aber diese wurden dann verwandt
und an die arme Frau gesandt.
Diese freute sich sehr, man kann's kaum ermessen,
dass das Christkind hat sie nicht vergessen.
So schrieb Sie rasch einen Dankesbrief,
in Eile sie zum Postamt lief.
Sie schrieb ans liebe Christkindlein
dieses nette Briefelein:
LIEBES CHRISTKIND DEINE GABE FREUT MICH SO,
VIELEN DANK FÜR DIE 70 EURO.
DOCH SOLLTEST DU MAL WIEDER AN MICH DENKEN,
UND SO GÜTIG MIR WIEDER WAS SCHENKEN,
DANN MÖCHTE ICH DICH NUR UM EINES BITTEN,
DAS GELD NICHT ÜBER DAS FINANZAMT SCHICKEN.
DENN DIE LUMPEN HABEN UNGELOGEN,
VON DEN 100 EURO 30 ABGEZOGEN.
(Verfasser unbekannt)
Freitag, Dezember 23, 2005
Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen
Zwei Engel
Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."
In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld.
Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können? "Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. "Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben."
"Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sagte der ältere Engel. "Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, sodass er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen.
"Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen." Manchmal ist das genau das, was passiert, wenn die Dinge sich nicht als das entpuppen, was sie sollten. Wenn du Vertrauen hast, musst du dich bloß darauf verlassen, daß jedes Ergebnis zu deinem Vorteil ist. Du magst es nicht bemerken, bevor ein bisschen Zeit vergangen ist ...
(Verfasser unbekannt)
Donnerstag, Dezember 22, 2005
Zum Hause, wo der Opa wohnt, hat sich der weite Weg gelohnt.
(Gem)Einsame Weihnacht.
Ein alter Mann mit weißem Haar,
verbringt Advent auch dieses
Jahr voll Hoffnung auf die
Weihnachtszeit und seine Kinder, die sooo weit.
In seiner stillen, alten Klause
hofft er auf Trubel dann im Hause.
Er hofft auf Enkel, Tochter,
Sohn, die nun seit vielen
Jahren schon nur selten auf
Besuch erscheinen, um die Familie zu vereinen.
Er hofft auf frohes Kinderlachen,
will selber ihnen Freude machen,
er hofft auf eine Weihnachtstanne,
auf Lichterglanz und Teepunschkanne.
Da kommt ein Brief: "Wir kommen nicht!
Die weite Fahrt -- aus unsrer Sicht --
die lohnt sich nicht.
Doch wünschen wir Dir alles Gute.
Das Hänschen kriegt diesmal die Rute,
weil es so oft die Ruhe stört
und nicht auf unsre Worte hört."
Am Heiligabend, so um zwei,
sagt Hänschen mittags nebenbei:
"Was mag denn wohl der Opa machen?
Der hat doch sicher nichts zum Lachen!
Der wird heut' Abend einsam sein....
Seid Ihr im Alter auch allein?"
Der Vater sieht die Mutter an.
Die nickt ihm zu, steht auf ....und dann...
sagt Vater zu dem kleinen Hans:
"Den Stollen und die Weihnachtsgans
gibt's diesmal, wo der Opa wohnt....
ich meine, daß die Fahrt doch lohnt."
Der alte Mann mit weißem Haar
hört's draußen klopfen: "Ist das wahr?!
Kann ich mich heute doch noch freu'n
und brauche nicht allein zu sein?"
Der Weihnachtsbaum ist schnell geschmückt
und drunter, aus der Krippe, blickt
am Abend froh das Christuskind:
Es sieht, daß alle glücklich sind.
Drei Tage dauerte das Fest.
Und jeder stellt für sich dann fest:
"Zum Hause, wo der Opa wohnt,
hat sich der weite Weg gelohnt."
(Arnold Kirchner)
Mittwoch, Dezember 21, 2005
In meinem nächsten Leben wäre ich gern ein Bär
In diesem Leben bin ich eine Frau.
In meinem nächsten Leben wär' ich gern ein Bär.
Wenn du ein Bär bist, hältst du Winterschlaf.
Du tust nichts weiter als sechs Monate am Stück zu schlafen.
Damit kann ich fertig werden.
Bevor du in den Winterschlaf gehst,
musst du dich richtig vollfressen.
Auch damit kann ich fertig werden.
Wenn du ein Bärenmädel bist,
dann kriegst du deine Babys im Schlaf
(und die sind nicht größer als eine Walnuss)
und wenn du aufwachst,
dann sind sie schon richtig handfeste, knuddelige Junge.
Damit kann ich ganz sicher fertig werden.
Wenn du ein Mama-Bär bist,
dann weiß jeder, du meinst es ernst.
Wer deine Jungen ärgert, bekommt Watschen.
Und wenn deine Jungen über die Stränge schlagen,
gibt's ebenfalls eins um die Ohren.
Damit kann ich fertig werden.
Wenn du ein Bär bist,
dann ERWARTET dein Partner von dir,
dass du morgens grummelnd aufstehst.
Er ERWARTET auch, dass du behaarte Beine
und jede Menge Fett angesetzt hast.
Jau ... ich glaub', ich werd' ein Bär!
(Verfasser unbekannt)
Dienstag, Dezember 20, 2005
Lieber guter Weihnachtsmann
Bis Weihnachten sind es noch 4 Tage, uns ist nicht nach schlechten Nachrichten und so gestalten wir die letzten Tage bis zum Fest teils fröhlich, teils besinnlich.
Auch ein Weihnachtsmann hat es in der heutigen Zeit nicht leicht.
Lieber guter Weihnachtsmann,
jetzt ist’s soweit, jetzt bist du dran.
Mein Chef ist nämlich Rechtsanwalt.
Der klagt dich an, der stellt dich kalt.
Schon seit vielen hundert Jahren,
bist du nun durch das Land gefahren,
ohne Nummernschild und Licht.
Auch TÜV und ASU gab es nicht.
Dein Schlitten eignet sich nur schwer,
zur Teilnahme am Luftverkehr.
Es wird vor Gericht zu klären sein:
Besitzt du ‚’nen Pilotenschein?
Durch den Kamin ins Haus zu kommen,
ist rein rechtlich streng genommen
Hausfriedensbruch – Einbruch sogar.
Das gibt Gefängnis, das ist klar.
Und stiehlst du nicht bei den Besuchen,
von fremden Tellern Obst und Kuchen?
Das wird bestraft, das muss man ahnden.
Die Polizei lässt nach dir fahnden.
Es ist auch allgemein bekannt,
du kommst gar nicht aus diesem Land.
Wie man so hört, steht wohl dein Haus
am Nordpol, also sieht es aus,
als kämmst du nicht aus der EU.
Das kommt zur Klageschrift dazu.
Hier kommt das Deutsche Recht zum Tragen.
Ein jeder Richter wird sich fragen,
ob deine Arbeit rechtens ist,
weil du ohne Erlaubnis bist.
Der Engel, der dich stets begleitet,
ist minderjährig und bereitet
und daher wirklich Kopfzerbrechen.
Das Jugendamt will mit der sprechen!
Jetzt kommen wir zu ernsten Sachen.
Wir finden es gar nicht zum Lachen,
dass Kindern du mit Schläge drohst,
darüber ist mein Chef erbost.
Nötigung heißt das Vergehen
Und wird bestraft, das wirst du sehen,
mit Freiheitsentzug von ein paar Jahren.
Aus ist’s bald mit dem Schlittenfahren.
Das Handwerk ist dir bald gelegt,
es sei denn dieser Brief bewegt
dich, die Kanzlei reich zu beschenken.
Dann wird mein Chef es überdenken.
(Verfasser unbekannt)
Montag, Dezember 19, 2005
SOS Kinderdorf Patenkinder
In Waldhessen schneit es und eine herrliche Winterlandschaft lädt zum Spaziergang ein.
Wir freuen uns auf Weihnachten, vielleicht bleibt der Schnee ja liegen.
In den letzten Wochen haben wir uns sehr intensiv mit etwas sehr Schönem beschäftigt. Ein halbes Leben haben wir gearbeitet, viele schöne Dinge erlebt, auch die schlechten Zeiten überstanden und wir haben viel Glück in unserem Leben gehabt. Wir können uns glücklich schätzen in diesem Land geboren zu sein, dort wo Demokratie und Wohlstand herrscht. Viele Menschen haben es da weniger gut getroffen. Die Kindern in der Dritten Welt müssen mitarbeiten, um den Lebensunterhalt für die Familie zu sichern. Zeit und Kraft für den Schulbesuch bleiben dabei nicht.
Unsere Wohlstandskinder wissen oft nicht, was sie sich vor lauter Übermut noch wünschen sollen, unzufrieden bleiben sie trotzdem. Aber nicht nur in der Dritten Welt gibt es Straßenkinder, Kinderarbeit und Kinder, die Vater und Mutter verloren haben oder nicht bei ihren Eltern leben können, sie haben es schwer im Leben.
Uns ist in den letzten Monaten (nicht erst jetzt zur Weihnachtszeit) einiges sehr klar geworden.
Nächstes Jahr beginnt für uns die zweite Lebenshälfte und wir wollen von dem Glück, das wir haben/hatten, etwas weitergeben.
Durch Grundbildung und Berufsausbildung schaffen jungen Menschen es, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen, Familien zu unterstützen und einen Beitrag zur Entwicklung ihres Landes und seiner Gesellschaft zu leisten, und dabei wollen wir helfen. Wir möchten ein Stück Hoffnung – für eine neue Familie, ein neues Zuhause schenken.
SOS-Kinderdorf gibt Kindern ohne Zuhause Liebe und Geborgenheit! Durch eine Patenschaft helfen wir einem Kind, welches nicht vom Wohlstand verwöhnt wurde und deren Zukunft sehr ungewiss ist. Zudem hat man hier die Möglichkeit sein Patenkind persönlich kennen zu lernen.
Mehr Infos findet man hier: SOS-Kinderdorf Patenkinder
Der Mensch sollte sich niemals genieren einen Irrtum zuzugeben, zeigt er doch damit, daß er sich entwickelt, daß er gescheiter ist als gestern.
(Jonathan Swift, irisch-engl. Schriftst., 1667-1745)
Sonntag, Dezember 18, 2005
Ich wünsche mir in diesem Jahr
Ein Wunsch
Ich wünsche mir in diesem Jahr
mal Weihnacht, wie sie früher war.
Kein Rennen zur Bescherung hin.
Kein Schenken ohne Sinn.
Ich wünsch' mir keine teure Sache,
aus der ich mir doch gar nichts mache.
Ich möchte nur ein winzigkleines Stück
vom verlor'nen Weihnachtszauber zurück.
Dazu frostklirrend eine Heil'ge Nacht,
die frischer Schnee winterlich gemacht.
Und leuchtender als sonst die Sterne:
So hätt' ich's zur Bescherung gerne.
Wohl auch das Läuten ungezählter Glocken,
die Mitternachts zur Mette locken.
Voll Freude angefüllt die Herzen,
Kinderglück im Schein der Kerzen.
Könnt' diese Nacht geweiht doch sein!
Nicht überladen mit Wohlstand - eher klein!
Dann hörte man wohl unter allem Klingen
vielleicht mal wieder Engel singen.
Ach, ich wünsche mir in diesem Jahr
Weihnacht, wie sie als Kind mir war.
Es war einmal, so lang ist's gar nicht her,
für uns so wenig so viel mehr...
(Verfasser unbekannt)
Samstag, Dezember 17, 2005
Warum gehört Lebkuchen zur Weihnachtszeit?
Geschichte des Lebkuchens.
Über die Herkunft des Wortes Lebkuchen gibt es verschiedene Meinungen. Am wahrscheinlichsten ist die Theorie, dass der Name vom lateinischen Wort libum = Fladen, Kuchen, Opferkuchen, abstammt.
Als Namensgeber könnten aber auch "leb" = Laib, hergeleitet von der Form des Lebkuchens oder "Lebenskuchen" wegen seiner heilsamen Wirkung in Frage kommen.
Das Wort "leb" stammt aus dem Althochdeutschen. Es bedeutet "Heil-und Arzneimittel". In den Klöstern gab es früher besondere Gärten. Aus den dort wachsenden Pflanzen und Kräutern wurde Medizin hergestellt. Diese gab es aber nicht in Tablettenform,, sondern die Heilkräuter und Heilsäfte wurden zu Gebäck verarbeitet.
Die besonders wohlschmeckenden wurden zu Weihnachten in den Klöstern als "Lebkuchen" verteilt, mit dem Hinweis, dass zu Weihnachten durch die Geburt Jesu der ganzen Welt "Heil" oder "Gesundheit" geschenkt wird.
Die Geschichte des Lebkuchens selbst beginnt mit seinem Urahn, dem Honigkuchen. Die alten Ägypter, Griechen und Römer hielten Honig für eine Gabe der Götter und hofften deshalb auf die magischen, heilenden und lebensspendenden Kräfte des Honigkuchens. Deshalb war Honigkuchen nicht nur zum Essen da, sondern wurde als Talisman mit in die Schlacht genommen oder ägyptischen Königen mit ins Grab gegeben.
Die Germanen in Europas vorchristlicher Zeit schätzten den Honigkuchen besonders zur Wintersonnwende, als Schutz vor den Dämonen, die in den "Rauhnächten" umgingen.
Aus den Honigkuchen wurde dann irgendwann im 13. Jahrhundert, vermutlich in einem Kloster, der Lebkuchen. Die Mönche liebten dabei besonders den deftigen, auch mit schwarzem Pfeffer gewürzten Pfefferkuchen (wegen der durstanregenden Wirkung!), die Nonnen bevorzugten das panis mellitus, das süße Brot. Auch die Verwendung von Oblaten für die Herstellung von Lebkuchen deutet auf die Klöster als Ursprungsort des Lebkuchens hin.
Natürlich blieb eine Leckerei wie der Lebkuchen nicht lange den Mönchen vorbehalten. Bereits 1395 ist in Nürnberg ein Lebküchner (Lebkuchenbäcker) urkundlich nachgewiesen. Nürnberg wurde zu der Lebkuchen-Stadt überhaupt und die Nürnberger Lebküchner von heute können auf eine 600jährige Tradition zurückblicken.
Warum wurde gerade Nürnberg für seine Lebkuchen so berühmt?
Nürnberg hatte zwei wichtige "Standortvorteile": Erstens die verkehrsgünstige Lage am Schnittpunkt der alten Salz- und Handelsstraßen, auf denen die "Pfeffersäcke" aus dem Orient über Venedig und Genua heraufrollten: Gewürznachschub für die Backstuben. Der zweite wichtige Rohstoff für die Lebküchner kam aus der nächsten Umgebung: der riesige Reichswald um Nürnberg, damals bekannt als "des Heiligen Römischen Reiches Bienengarten" lieferte Honig im Überfluss.
Die Zeidler, die Zunft der Honigsammler, Bienenzüchter und Wachslieferanten, genoss damals hohes Ansehen und höchste Privilegien: Die Zeidler durften eigene Tracht und Armbrust tragen und eine kaiserliche Leibwache stellen.
Obwohl schon lange in Nürnberg Lebkuchen gebacken wurden, gab es doch erst recht spät eine eigene Lebküchnerzunft. Nach fast hundertjährigem, vergeblichem Bemühen genehmigte der Rat der Stadt 1643 endlich die Gründung einer eigenen "geschworenen" Nürnberger Lebküchnerzunft. Sie umfasste bei der Gründung 14 Meister, die weit über die Stadt hinaus großes Ansehen genossen.
Der dreißigjährige Krieg brachte einen schweren Niedergang für die Nürnberger Lebküchner. Durch die langjährige, zweimalige Belagerung der Stadt bekamen sie keine Gewürze mehr und auch der Handel mit dem Umland brach zusammen. Mühsam mussten dann in fast zwei Jahrhunderten die alten Märkte wieder erobert werden.
Schon vor über 600 Jahren verschickten die Nürnberger ihre Lebkuchen gern als diplomatische Geschenke und begehrte Spezialität, nach dem Motto "Nürnberger Tand geht in alle Land". Sie verließen die Stadt auf den erwähnten Handelswegen in alle Himmelsrichtungen und wurden in der ganzen Welt bekannt.
1927 wurde die Bezeichnung "Nürnberger Lebkuchen" vom Landgericht Berlin als Herkunftsbezeichnung festgelegt. Das bedeutet, dass sich nur Lebkuchen mit Nürnbergs Namen oder Motiven schmücken dürfen, wenn sie innerhalb der Stadtgrenzen von Nürnberg hergestellt werden.
Freitag, Dezember 16, 2005
Die Sagen um den Mistelzweig
Der Mistelzweig
Die Sagen um den Mistelzweig reichen weit zurück, lange vor Christi Geburt.
Vielleicht war er auch bereits im Garten Eden dabei und wuchs schon in den Zweigen des Baumes der Erkenntnis?
Jedenfalls ist es eine Tatsache, daß die Mistel sich vorzugsweise auf Apfelbäumen ansiedelt. Vermutlich gehörte auch der feurige Busch, aus dem Gott zu Moses sprach, zur Familie der Mistelpflanze. Diese Art, die im Heiligen Land auf Akazien wächst, hat orangerote Stengel, und ihre Blätter und Früchte sehen wie Flammen aus.
Die dramatischste Sage ist vielleicht die von Baldur, dem nordischen Gott der Sonne und des Sommers. Er träumte Nacht für Nacht, er würde einmal ermordet werden. Seine Mutter Frija nahm das für ein böses Vorzeichen. Sie sucht die gesamte beseelte und unbeseelte Welt auf - Steine und Metalle, Wasser und Feuer, Tiere und Pflanzen - und ließ sich von allen versprechen, daß sie Baldur nichts antun würden. Allerdings ließ sie dabei den Mistelzweig aus - vielleicht hatte sie ihn einfach übersehen. Als der eifersüchtige Gott Loki davon erfuhr, gab er Baldurs blindem Bruder Hödur einen Pfeil aus Mistelholz, der Baldur traf und ihn tötete. Seltsamerweise ist ein ähnlicher Mythos auch in Afrika heimisch, wo viele Stämme glauben, ihre Häuptlinge könnten nur durch einen Pfeil aus Mistelholz getötet werden.
Lange Zeit wurde die Pflanze wegen ihrer geheimnisvollen Zauberkräfte verehrt. Die alten Griechen betrachteten sie als ein Mittel gegen Gift. Andere Völker glaubten, sie könne Schlösser aufbrechen und vor Feuer und Krankeiten schützen. Männer und Frauen trugen Armbänder, an denen aus Mistelholz geschnitzte Amulette klapperten, und über den Zimmertüren hingen Mistelzweige zum Schutz gegen Hexen und böse Geister. Vermutlich rührt daher auch der englische Brauch, über der Tür einen Mistelzweig aufzuhängen.
Als dann die Priester an Macht gewannen, wurde der Mistelzweig zum Symbol von Mut, Gesundheit, Fruchtbarkeit und Glück. Die Druiden kletterten in ihren weißen Gewändern auf die Bäume und schnitten die Misteln mit goldenen Sicheln. Im Schweizer Kanton Aargau wurden sie mit Pfeil und Bogen heruntergeschossen. Wer sie mit der linken Hand auffing, besaß ein Allheilmittel gegen Kinderkrankheiten. Auch in Holstein galt die Mistel als Glücksbringer.
Ein Mistelzweig am Jagdhut verhalf mit Sicherheit zu reicher Beute. Die Bauern schmückten jede Kuh, die als erste im neuen Jahr kalbte, mit Mistelzweigen, streuten die Beeren aufs Heu und mischten sie zur Saatzeit unter die Hirse und anderes Getreide. Die Männer trugen ein Mistelzweiglein im Rockaufschlag und schnitzten die Griffe ihrer Taschenmesser aus Mistelholz. Frauen, die vergeblich auf Kindersegen hofften, banden sich einen Zweig um den Hals oder legten ihn unters Kopfkissen.
Seit dem Altertum gilt die Mistel als ein Mittel gegen Epilepsie und Schwindelanfälle. Sebastian Kneipp pries ihre Wirkung gegen Fallsucht. Selbst in der modernen Medizin konnte sich die Mistel behaupten. Blätter und Preßsaft der Pflanze enthalten einen Stoff, der den Blutdruck senkt.
Am beliebtesten ist und bleibt die Mistel jedoch eindeutig als Weihnachtsschmuck und hat so - über den Umweg der englischen und amerikanischen Kultur bei uns Eingang gefunden.
Der beliebte Brauch, sich unter dem Mistelzweig zu küssen, geht auf die griechischen Saturnalien und archaische, primitive Hochzeitsrituale zurück. In Skandinavien gilt die Mistel als Friedenspflanze, unter welche sich Feinde zur Versöhnung küssen.
Der Mistelzweig hat also das Küssen nicht erfunden, aber er hat es gefördert - zumindest in England. Wer dort mit einem hübschen Mädchen oder einem netten jungen Mann unter dem Zweig mit den weißen Beeren (under the mistletoe) steht, muß die Spielregeln streng beachten: nach dem Kuß pflückt der Mann eine Beere. Wenn keine Beeren mehr da sind, ist auch Schluß mit der Küsserei!
Um zu verhüten, daß alle, die sich "under the mistletoe" geküsst haben auch heiraten, werden in England manchmal die Weihnachtsmistelzweige verbrannt.
Donnerstag, Dezember 15, 2005
Geschichte der Weihnachtskarten
Wie war das mit den Weihnachtskarten?
Die ersten Weihnachtskarten wurden in England gedruckt, und zwar im Jahre 1843. Damals war es Brauch, allen Freunden, Bekannten und Verwandten ausführliche Briefe mit Glück- und Segenswünschen zum Weihnachtsfest zu schreiben.
Einer allerdings, der englische Beamte Henry Cole, war zu beschäftigt, um allen seinen Verwandten die obligatorischen Briefe zu schreiben und kam auf eine hervorragende Idee. Er wandte sich an seinen Freund John Callcott Horsley (1817-1903), und bat ihn darum, für ihn eine Karte zu entwerfen, die er an an Stelle von Weihnachtsbriefen versenden konnte.
Die Karte zeigte ein dreigeteiltes Bild mit einer feiernden Familie, umrahmt von Ranken und Reben. Als Text trug die Karte die Aufschrift "A Merry Christmas and a Happy New Year to You". Mit ihren 8,5 x 14,5cm entsprach das Maß bereits in etwa der heutigen Standardgröße für Karten.
Als diese Idee geboren war, erwachte das kaufmännische Interesse in Henry Cole. Er besaß auch einen Lithographenbetrieb, in dem er eine Auflage von 1.000 Exemplaren der Karte druckte. Nachdem die Karten von Hand koloriert worden waren, brachte er sie zum Preis von 1 Shilling in den Verkauf. Aber es lohnte sich, denn schon 1850 war die Nachfrage so groß, dass Cole die Karten in einer so hohen Stückzahl herstellen konnte, dass sich fast jeder den Kauf derselben leisten konnte. Von Horsleys Originalen existieren heute noch zwölf Exemplare. Alle befinden sich in Sammlerbesitz.
Ein Deutscher war es, der Weihnachtskarten in den Vereinigten Staaten populär machte. Louis Prang (1824-1909), ein Breslauer mit hugenottischer und deutscher Herkunft, wanderte im Jahre 1850 in die USA aus und ließ sich in Boston nieder. Im elterlichen Geschäft hatte er den Vielfarbendruck gelernt und begann 1874 damit, in Boston Weihnachtskarten im Vielfarbendruck zu produzieren. Sein Geschäft lief gut, er produzierte Karten mit Millionenauflage, bis mit den ständig wachsenden billigen Importen von Karten aus Deutschland sein Geschäft zerstört wurde.
Um die Jahrhundertwende begann sich auch in Deutschland die Weihnachtskarte durchzusetzen. Davor war es üblich, sich auch hier zu Festen Glückwunschbriefe zu schreiben. In den Schulen war es üblich, dass den Kinder Glückwünsche diktiert wurden, die sie kalligraphisch besonders schön gestalteten und ihren Eltern zum Fest überreichten.
Mittwoch, Dezember 14, 2005
Geschichte des Weihnachtsbaumes
Geschichte des Weihnachtsbaumes
Das beliebteste Symbol der Weihnachtszeit ist der Christbaum. Es ist erstaunlich, daß es ihn noch nicht so lange gibt, wie wir vielleicht vermuten.
Der Christbaum ist noch keine 400 Jahre alt. Den Brauch, sich in der düsteren Winterzeit grüne Pflanzen ins Haus zu holen, gab es schon immer. Die wintergrünen Pflanzen erweckten Hoffnung auf neues Leben und die Lebenskraft, die in diesen Pflanzen steckte, wurde als Heilkraft gedeutet. So glaubte man, sich Gesundheit ins Haus holen zu können, wenn man es zu Neujahr mit grünen Pflanzen schmückte.
Das älteste Zeugnis eines geschmückten Weihnachtsbaumes stammt aus dem Jahre 1419. Damals schmückte die Bruderschaft der Bäckerknechte im Heilig Geist Spital zu Freiburg im Breisgau einen Weihnachtsbaum mit Lebkuchen, Äpfeln, Goldstreifen, gefärbten Nüssen und Papier. Diese Christbaum hatte noch keine Lichter.
1509 zeigt ein Kupferstich von Lucas Cranach dem Älteren den ersten mit Lichtern geschmückten Tannenbaum.
Ab 1815 erfolgt der Durchbruch des Weihnachtsbaums als Volksbrauch.
Gleichzeitig löst im Norden des deutschen Sprachraumes der Weihnachtsmann den Nikolaus als Gabenbringer ab.
1870 wird der Christbaumschmuck bereits industriell hergestellt und es gibt die ersten Versuche künstliche Weihnachtsbäume aus Draht herzustellen.
Der erste mit elektrischem Licht beleuchtete Weihnachtsbaum der Welt erregt 1882 in den USA grosses Aufsehen.
1891 wird ein Weihnachtsbaum im Weissen Haus, dem Amtssitz des amerikanischen Präsidenten, aufgestellt.
Ab 1900 tritt der Weihnachtsbaum endgültig seinen Siegeszug durch die Welt an. In vielen Häusern, aber auch in öffentlichen Gebäuden, werden Weihnachtsbäume aufgestellt.
Die katholische Kirche, welche den Weihnachtsbaum lange als heidnisches Symbol abgelehnt hatte, gibt ihren Widerstand auf und stellt ihn auch in Kirchen auf.
Der Weihnachtsbaum ist heute fast in jedem Land präsent.Mit seinem strahlenden Schein verzaubert er Jung und Alt. Ein reich geschmückter Weihnachtsbaum fehlt in fast keinem Haus und ist das Symbol des deutschen Weihnachtsfestes.
Eine schöne Weihnachtsseite findet man hier: Bruni's Weihnachtstraum.
Dienstag, Dezember 13, 2005
Santa Claus im Visier von Luftkommando, Webseite weltweit ein Renner
Der Heiligabend ist sein Hauptarbeitstag. Mit einem Rentierschlitten düst der Weihnachtsmann wieder kreuz und quer um den Globus, um in allen Ländern Geschenke zu verteilen. Seine Rundreise über die Kontinente bleibt allerdings nicht unbeobachtet.
Das US-kanadische Luftabwehrkommando NORAD liegt dem Mann mit dem Rauschebart am Heiligabend ständig auf der Lauer. Per Radar und Satellit ortet die Organisation den Standpunkt des fliegenden Rentier-Gespanns und gibt die geheimen Infos direkt an die sehnsüchtig wartenden Weltbewohner weiter.
Bereits seit 50 Jahren ist das Luftwaffenkommando dem Weihnachtsmann auf der Spur. Seit 1998 können Kinder und Erwachsene sogar auf der Internetseite "www.noradsanta.org" nachschauen, in welchem Land Santa Claus gerade durch die Schornsteine klettert. 912 Millionen Klicks auf der Webseite meldete das Luftabwehrkommando während der vergangenen Weihnachtszeit. "In diesem Jahr rechnen wir mit mindestens einer Milliarde Zugriffe", sagt der zuständige Leiter für das Weihnachtsmann-Projekt, John Tomassi.
Die Internetnutzer können die Webseite in sechs verschiedenen Sprachen aufrufen, in diesem Jahr sogar erstmals auf Deutsch. "Wir reagieren damit auf das große Interesse aus Deutschland", sagt Tomassi. Am Heiligabend ab neun Uhr morgens deutscher Zeit können Menschen aus aller Welt live am Computer mitverfolgen, wo Santa Claus gerade seine Kreise zieht. Alle fünf Minuten wird die Position des Weihnachtsmanns auf einer Weltkarte neu angezeigt, zu jeder vollen Stunde flimmert ein neuer Santa-Zeichentrickfilm über den Bildschirm: Zu sehen ist, wie der Weihnachtsmann am Nordpol in seinen Schlitten einsteigt, mit dem Gefährt im Höllentempo über die Chinesische Mauer braust oder um das Märchenschloss Neuschwanstein kreist. "Das Ziel seiner Reise ist Hawaii", sagt Tomassi.
Hier gibt es mehr Infos: verivox
Montag, Dezember 12, 2005
Musikanbieter Napster, Biene-Award 2005 verliehen
Für uns beginnt heute die letzte Arbeitswoche, dann sind alle Aufträge abgearbeitet und wir können die Zeit bis zum Fest noch etwas geniessen. Wettertechnisch ist es nicht sehr stimmungsvoll draussen, trübe und Nieselregen, aber wir hoffen noch auf Schnee.
Musikanbieter Napster kommt nach Deutschland.
Internet: 1,5 Millionen Titel für 9,95 Euro im Monat - auf CD lassen sich die Lieder nicht brennen. Die ehemalige Tauschbörse will mit neuem Abo-Modell den Markt aufrollen. Studie: Illegale Anbieter wird es auch weiter geben.
Barrierefreiheit: Biene-Award 2005 verliehen.
Einziger Preisträger aus dem Bereich der Bundesbehörden ist die Deutsche Bundesbank. Sie bekam eine Biene in Silber. Weitere sieben Teilnehmer gewannen eine Biene in Bronze.
Kosten für Gesundheitskarte drohen zu explodieren.
Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, die ab 2006 beginnen soll, werden nach Einschätzung des Bundesverbands der privaten Krankenversicherung (PKV) deutlich höhere Kosten verursachen als von der Bundesregierung geschätzt.
Ausführliche News hier: news.google
Es gibt zwei Arten von Narren. Die einen sagen: "Das war schon immer so, und deshalb ist es gut!" Und die anderen sagen: "Das ist neu, und deshalb ist es besser."
(Autor unbekannt)
Sonntag, Dezember 11, 2005
Wie die Sterne an den Himmel kamen
Schon unsere Eltern und Großeltern wussten, das wir Kinder Geschichten liebten und besonders in der Adventszeit nahm man sich viel Zeit für uns. Wir haben viel gesungen, gelesen und Geschichten erzählt.
Wie die Sterne an den Himmel kamen.
Es war einmal in einer Nacht, da geschah etwas ganz besonderes:
Die Sterne strahlten plötzlich ganz hell und begannen zu sprechen 'das Christuskind ist geboren in einem Stall in Bethlehem, wir wollen allen diese frohe Botschaft verkünden'.
Ein Hirte hört, wie ein großer Stern die frohe Botschaft spricht. Wie im Traum folgt er dem Stern. Der Hirte merkte nicht, dass in seiner Nähe auch ein ganz kleiner Stern ganz leise die frohe Botschaft verkündet. Da wird der kleine Stern traurig 'Warum hört mich keiner?' Nun fliegt er ganz langsam hinter den beiden her. Das Schaf, das gerade auf der Weide steht, sieht den strahlenden Stern. Auch dem Schaf verkündet der große Stern die frohe Botschaft.
Auch das Schaf bemerkt den kleinen Stern nicht, und der kleine Stern wird immer trauriger und trauriger. Auch der Ochse und der Esel hören nur den großen Stern - und bemerken den kleinen Stern nicht. Der Hirte, das Schaf, der Ochse und der Esel, sie alle wandern hinter dem großen Stern bis zum Stall her, in dem das Christuskind geboren wurde. Nur der kleine Stern kommt ihnen nicht nach, denn er ist nicht schnell genug. Ganz traurig spricht er 'Warum hört mich denn niemand, ich möchte doch auch die Botschaft verkünden.'
Auf einmal hört er eine leise Stimme. Eine kleine Blume sagt zu ihm: 'Bitte, lieber Stern, nimm meinen Duft und mein Leuchten zum Christuskind mit, ich kann nicht zu ihm, weil meine Wurzeln hier festgewachsen sind.' Nun eilt der kleine Stern zum Stall, um den Christuskind das Leuchten und den Duft der kleinen Blume zu bringen. Im Stall stehen schon der Hirte und die Tiere, das Schaf, der Ochse und der Esel.
Voller Freude stehen sie an der Krippe und betrachten das Christuskind. Als der kleine Stern in den Stall kam und dem Christuskind das Leuchten und den Duft der kleinen Blume brachte, da lächelte das Christuskind und der kleine Stern zersprang in tausend und abertausend kleine Sterne. So wurde es heller und heller im Stall und auf der ganzen weiten Welt.
(Autor unbekant)
Samstag, Dezember 10, 2005
Ein Sternenkind besucht die Erde
Ein Sternenkind besucht die Erde.
Es war einmal ein Sternchen auf der Himmelstraße, das glitzerte und funkelte, dass es eine Lust war.
Sogar der Mond, dem alle Sterne untertan sind, hatte seine helle Freude an dem blitzblanken Sternenkind.
Dem Sternchen gefiel es im Himmel aber nicht mehr, es wollte die große und schöne Welt sehen.
Schon einige Male hatte es versucht auszureißen, aber immer wurde es zurückgehalten. Kurz vor Weihnachten versuchte das Sternchen nun wieder davonzulaufen. Als Knecht Ruprecht seine Säcke auf einen riesigen Schlitten packte, versteckte es sich in einem leeren Sack und fuhr unbeachtet mit zur Erde.
Knecht Ruprecht begann seine Erdenreise am 6.Dezember in einem kleinen Dorf im Gebirge. Von dort fuhr sein Schlitten leicht bergab, in die einzelnen Dörfer und in die Stadt. An manchen Fensterläden pochte der bärtige Geselle, verteilte Geschenke und wenn nötig auch Hiebe. Neugierig schaute das Sternenkind aus seinem Sack und sah dem Treiben zu. Mit der Zeit wurde es ihm aber auf dem Schlitten zu langweilig.
Schnell streifte es seinen Sack ab und rannte die dunkle Dorfstraße entlang. Dort wollte gerade der alte Nachtwächter Hieronymus Brünner, bewaffnet mit Laterne und Spieß, die zehnte Stunde ansingen. Als er das Sternchen erblickte, blieb ihm vor Schreck sein Vers in der Kehle stecken. Pfeilschnell rannte das hellblinkende Sternchen in die Straße weiter zum Hirschkopf, im nahegelegenen Wald.
In der Lichtung setzte es sich zum Verschnaufen nieder, und müde von der Aufregung schlief es ein. Wie ein riesiger Feuerball leuchtete das schlafende Sternchen aus dem tiefschwarzen Wald, und erschrocken standen viele Tiere von ihren Lagern auf: Meister Reinicke Fuchs, Grimmbart der Dachs, Bambi das Reh, selbst Troll, der schlanke rotbraune Rehbock, musste nach der Ursache des hellen Feuerscheins sehen.
Auch die Vögel, der uralte Uhu, die sanften Wildtauben, die Tannenameisen und die Eichelhäher, die Fasanen und die Mäusebussarde, kurz alle Waldtiere waren hellwach geworden und strömten dem Feuerschein zu.
Unter einer riesigen Tanne fanden sie schlafend das Sternenkind. Ganz vorsichtig weckte Meister Reinicke es auf: "Kleines, glitzerndes, feuriges Wunderkind, was willst du bei uns auf der Erde?" sprach er. "Dein Reich ist doch der riesige Sternenhimmel, den wir Tiere und auch die Menschen so sehr bewundern!" Erschrocken schaute das verschlafene Sternchen mit großen Augen auf die vielen Tiere des Waldes.
Zögernd trat nun Meister Lampe in den Kreis und bat das Sternenkind: "Du weißt, so mancher kleine Hase und auch manches Bambi verirrt sich in der Dunkelheit im Wald. Hilf ihnen, du kannst es. Steige jede Nacht auf die höchste Tanne unseres Waldes - und leuchte dem verirrten Tier oder dem Menschenkind nach Hause."
Das versprach das Sternchen gerne. Jeden Abend kletterte es nunmehr auf die höchste Tanne des Waldes und half vielen Menschen- und Tierenkindern, den Weg zu seinen Eltern wiederzufinden. Aber eines Nachts hatte das Sternchen keine Lust mehr, in der schwindelnden Höhe geduldig und einsam auszuharren. Es wollte wieder zu seinen Gespielen in den Sternenhimmel zurück.
Flugs kletterte es von seinem Baum und rannte Tag und Nacht durch die Wälder und Felder hinüber in den Steigerwald. "Wie komme ich wieder in den Himmel, in mein Sternenreich? Meine Gespielen und der gute alte Mond werden mich schon sehr vermissen", überlegte sich das Sternenkind. Verzweifelt erreichte es eine riesige Höhle, in welcher der Wind hauste. Schüchtern und ängstlich betrat das Sternenkind die Höhle und bat den Wind inständigst um Hilfe. "Blas mich zum Himmel hinauf geschwind!"
Verwundert über die Störung, hielt der Wind mit seinem Blasen inne und schüttelte erst einmal bedächtig sein mächtiges Haupt. Dann blies er plötzlich seine riesigen Backen so weit auf, dass sie fast platzten - und dann blies er los. Mit Donnergetöse fegte das Sternenkind aus der Höhle, es überschlug sich viele, viele Male und sauste mit Riesentempo dem Sternenhimmel entgegen.
Der gute alte Mond, der schon lange seinen Ausreißer vermisst hatte, sah von weitem schon sein verschwundenes Sternlein heranfliegen. Mit offenen Armen fing er das erschöpfte Sternenkind auf und barg es väterlich an seiner Brust. Voller Freude, aber mit Tränen in den Augen versprach das Sternenkind, nie mehr auszureißen, denn im Sternenhimmel sei es doch schöner als nachts allein im dunklen Wald.
(Autor unbekannt)
Freitag, Dezember 09, 2005
WM 2006 so läuft die Auslosung, TV Übertragung
Rund 320 Millionen Menschen in 150 Ländern werden zuschauen, wenn Fußball-Legenden wie Pelé oder Johan Cruyff heute die Gruppenpaarungen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 aus den Lostöpfen ziehen und sich der kommende WM-Gastgeber erstmals einem weltweiten Publikum präsentiert.
Die WM wirft ihren ersten großen Schatten voraus: Am Freitag steht Leipzig im Fokus der Öffentlichkeit, wenn die 8 Vorrundengruppen der WM 2006 ausgelost werden. Eingerahmt wird die von Reinhold Beckmann und Heidi Klum moderierte Auslosung von mehreren Show-Acts sowie der Präsentation des offiziellen Spielballs von adidas.
Die letzte ungeklärte Frage ist die Kleiderwahl von Topmodel Heidi Klum, die bis kurz vor Sendebeginn noch das lange Türkisfarbene favorisierte. Der Rest des gigantischen Medienspektakels auf der 4800 Quadratmeter großen Bühne in der neuen Leipziger Messe ist seit Wochen bis ins Detail durchgeplant.
Mehr Infos zur WM 2006 hier: news.google
Donnerstag, Dezember 08, 2005
T-Mobile will Aldi kontern, Sober soll im Januar wieder zuschlagen
Bis Weihnachten sind es noch 16 Tage und so langsam wird es Zeit vorzusorgen, damit zum Fest alles so ist, wie man es sich wünscht. Auch bei uns wird gebacken und vorbereitet. Es duftet nach Plätzchen und auch die Geschenke sind bereits besorgt. Die restlichen Tage gestalten wir uns stimmungsvoll, wir werden noch auf Weihnachtsmärkte gehen, einige Weihnachtskarten schreiben - da wir in einem Club in einem Forum sind- bekommen die Clubmitglieder von allen Karten zu Festtagen. Für unsere Freunde im Internet nutzen wir die elektronischen digitalen E-Cards. Auf unserer Homepage haben wir da Links zu ganz besonders schönen E-Card Anbietern.
Dann steht nächste Woche noch eine schöne Feier an, unser Freund feiert seinen 50. Geburtstag. Er ist zwar von der Körpergröße in cm ein Bonsai, aber vom Charakter ein ganz Großer!
Mit "Xtra Click und Go" ab 5 Cent pro Minute telefonieren.
Aldi sorgt mit seinem Mobilfunk-Angebot ganz offenbar für erheblichen Wirbel und hat nun auch Marktführer T-Mobile zu einer Reaktion provoziert. Mit dem Tarif "Xtra Click und Go" können Prepaid-Kunden bei T-Mobile netzintern für 5 Cent pro Minute telefonieren. Auch eine SMS kostet im Netz von T-Mobile damit nur noch 5 Cent.
Allerdings ist das Angebot von T-Mobile zunächst bis zum 28. Februar 2006 befristet, Aldi und Tchibo haben entsprechende Tarife dauerhaft im Angebot. Andere Anbieter wie der T-Mobile-Reseller Simply und easyMobile.de locken - befristet bis zum 28. Februar 2008 - sogar mit kostenlosen Telefonaten unter den eigenen Kunden.
Sober soll im Januar wieder zuschlagen.
Experten warnen vor verseuchten "politischen" Spam-E-Mails. Sicherheitsexperten haben vor einer neuen Variante des gefährlichen Sober-Wurms gewarnt, der das Internet im kommenden Monat mit Millionen von virenverseuchten E-Mails lahm legen könnte. Vermutlich am 5. Januar würden Spam-E-Mails mit politischem Inhalt gestreut, teilte die Sicherheitssparte iDefense des Online-Bezahldienstes VeriSign am Mittwoch mit. Im Vorgriff auf den Angriff seien schon jetzt Millionen Systeme infiziert - Adressbücher von Computern würden gescannt, damit hunderte Millionen Botschaften versendet werden könnten.
Papst kommt nach Deutschland. Der Münchner Kardinal Wetter hat Benedikt XVI. eingeladen. Er wird kommenden September die Stätten seiner Vita besuchen.
Papst Benedikt XVI. kommt erneut nach Deutschland. Von 10. bis 15. September nächsten Jahres werde der Heilige Vater seine bayerische Heimat besuchen, sagte der Münchner Erzbischof Kardinal Friedrich Wetter. „Stationen seines Besuches werden München, Regensburg, Altötting und wohl auch Marktl am Inn sein“, sagte der Erzbischof. „Wir freuen uns auf den Besuch des Heiligen Vaters und werden ihm einen würdigen Besuch bereiten.“
Ausführliche News gibt es hier: news.google
Glauben und Wissen verhalten sich wie zwei Schalen einer Waage: in dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere.
(A. Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)
Mittwoch, Dezember 07, 2005
Computer Virus chattet mit seinen Opfern
Hacker haben einen außergewöhnlichen Wurm programmiert. Erstmals gibt er auf skeptische Nachfragen auch eine Antwort. Schon seit einiger Zeit nutzen Hacker auch Chats, um Viren zu verbreiten.
Schon seit einiger Zeit nutzen Hacker auch Chats, um Viren zu verbreiten. Wer zum Beispiel die Messaging Software von Microsoft oder AOL nutzt, bekommt von Zeit zu Zeit Meldungen wie «Ihnen wurde eine Glückwunschkarte geschickt, klicken sie bitte auf diesen Link».
In den USA ist nun erstmals ein Virus aufgetaucht, der ansatzweise mit seinen Opfern chattet. «Myspace04» wurde laut Antiviren-Experten von IMlogic bereits an mehrere Nutzer der AOL-Chat-Software AIM geschickt. Er meldet sich mit der Nachricht «lol thats cool» und einer Internetadresse, die auf die Datei «clarissa17.pif» zeigt. Diese enthält einen Virus.
Antwort vom Virus.
In den Fällen, in denen Nutzer auf die Nachricht geantwortet hätten, habe «Myspace04» selbstständig eine neue Meldung verschickt, so die Experten von IMlogic: «lol no its not its a virus» sollte offenbar etwaige Bedenken von Nutzern zerstreuen.
Ausführliche News hier: news.google
Wir können immer wieder nur warnen, nicht mit nervösen Mausfinger alles anzuklicken, ohne vorher genau zu lesen.
Dienstag, Dezember 06, 2005
Nikolaustag und Geschichte Puzzle
Für alle Kinder ist heute ein aufregender Tag, kommt doch heute der Nikolaus, der Freund der Kinder und der Armen. So war es zumindest ursprünglich gedacht. Der Konsum hat aber in die Stiefel auch Einzug gehalten, Nüsse und Süssigkeiten erfreuen längst nicht mehr die Kinderherzen, die Erwartungen sind da wesentlich höher.
Zum heutigen Tag gibt es wieder eine kleine Geschichte:
Das Puzzle
Ein kleiner Junge kam zu seinem Vater und wollte mit ihm spielen.
Der aber hatte keine Zeit für den Jungen und auch keine Lust zum Spiel.
Also überlegte er, womit er den Knaben beschäftigen könnte.
Er fand in einer Zeitschrift eine komplizierte und detailreiche Abbildung der Erde.
Dieses Bild riss er aus und zerschnipselte es dann in viele kleine Teile.
Das gab er dem Jungen und dachte, dass der nun mit diesem schwierigen Puzzle
wohl eine ganze Zeit beschäftigt sei.
Der Junge zog sich in eine Ecke zurück und begann mit dem Puzzle.
Nach wenigen Minuten kam er zum Vater und zeigte ihm das fertig zusammengesetzte Bild.
Der Vater konnte es kaum glauben und fragte seinen Sohn, wie er das geschafft habe.
Das Kind sagte:
" Ach, auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet.
Den habe ich richtig zusammengesetzt.
Und als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt."
Montag, Dezember 05, 2005
Aldi-Talk, Krankenkassen am Jahresende schuldenfrei
Medion macht Aldi-Talk.
Der Elektronikhändler liefert die Handykarten, E-Plus stellt das Mobilfunknetz – fertig ist der Billigfunk von Aldi. Die Medion-Aktie honoriert den Schritt in neue Gefilde.
Der Discounter Aldi heizt mit dem Angebot den Preiskampf im Mobilfunk weiter an. Das Startpaket koste 19,99 Euro. In diesem Paket sei ein Gesprächsguthaben von zehn Euro enthalten. Der Minutentarif soll bei 15 Cent liegen.
Krankenkassen am Jahresende schuldenfrei.
Die gesetzlichen Krankenkassen werden das Jahr nach Schätzungen der Bundesregierung mit einem Überschuß von zwei Milliarden Euro abschließen und damit weitgehend schuldenfrei sein.
In den ersten neun Monaten habe die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) knapp 900 Millionen Euro mehr eingenommen als ausgegeben, teilte das Ministerin mit. Das ist erheblich weniger als im vergangenen Jahr. Deshalb seien weitere Einsparungen notwendig, um einen Anstieg der Beitragssätze zu verhindern.
Ausführliche News hier: news.google
Die beste Möglichkeit, Wort zu halten, ist, es nicht zu geben.
(Napoleon Bonaparte, franz. Kaiser, 1769-1821)
Sonntag, Dezember 04, 2005
Was schenkst du denn Mutti zu Weihnachten
Ich hab dich liep!
"Was schenkst du denn Mutti zu Weihnachten?" Neugierig fragen die Geschwister den sechsjährigen Thomas. "Sag ich nicht!"
"Weißt du denn überhaupt was?" Sie bohren und lassen nicht locker.
Er schweigt beharrlich. Doch während die beiden Großen im Kinderzimmer sehr beschäftigt sind, hüpft und singt Thomas durchs Haus und benimmt sich durchaus nicht so, als habe er auch nur das Geringste zu tun für Weihnachten.
Aber die Adventszeit hat gerade erst angefangen - es dauert noch Wochen bis zum großen Fest... "Ich hab schon so viel -", frohlockt das Kind. "Meins kannst du nicht erraten, Mutti, überhaupt nicht, nie!"
Die Tage vergehen, bringen viel Arbeit, Freude, Vorbereitungen, manchmal Besinnung, Liedersingen - Ungeduld dazwischen.
Thomas ist längst nicht mehr so fröhlich, er hopst nicht mehr vor Vergnügen, scheint traurig, gedrückt. Ich möchte ihn erlösen von dem Lastenden, dem großen Geheimnis, an dem er keinen teilhaben lassen will.
"Erzähl es doch den Geschwistern." "Geht nicht!" "Oder sag es dem Baby, das kann ja noch nichts verraten!" Nein, das Geheimnis bleibt ganz allein seines, ist nicht teilbar, wird, je mehr Zeit vergeht, umso drückender.
Es ist ein Jammer, das mit anzusehen. Da plagt sich ein sonst fröhliches Kind mit der Last seines Geschenks für die Mutter und kann keinem davon sagen, es muss das ganz allein mit sich ausmachen.
Mit einiger Sorge frage ich mich nun doch, was das sein kann. Nur frohe Erwartung ist um mich herum, und mir werden Geheimnisse zugeflüstert, die ich ganz schnell wieder "vergessen" muss ... man kann doch einfach nicht all das Schöne für sich behalten. Der Junge trägt schwer an dem Unbekannten, sucht meine Nähe und meidet doch gleichzeitig alle Zärtlichkeit, die er sonst aus vollem Herzen austeilt.
Er weint scheinbar grundlos, lässt sich kaum trösten. Es fällt mir immer schwerer, ihm Zeit zu lassen, bis er sich den Kummer von der Seele nehmen lassen kann.
Über allem geht die Adventszeit vorüber - sein Jammer bleibt. Doch endlich das Fest - Jubel und Freude! Thomas hat ein großes zusammengerolltes Blatt Papier für mich. "Jetzt staunst du aber." Da steht es, immer wieder - in seiner noch unsicheren Erstklässlerschrift - mal ganz groß, mal klitzeklein, mal rot, mal blau - in allen Farben seines Buntstiftkastens:
Ich hab dich liep. Ich hab dich liep. Ich hab dich liep. Ich hab dich liep.
Ich kann kaum die Tränen zurückhalten. "Damit hab ich am ersten Advent angefangen ... Ich hab von da an nie mehr zu dir gesagt: Ich hab dich lieb, aber ich hab es immer aufgeschrieben, damit du mal ganz viel davon hast -auch wenn ich mal nicht da bin. Ich hab das alles aufgespart ...!"
Und er hat gelitten, weil er seine Liebe nicht mehr laut äußern konnte, wie er es sonst x-mal am Tag tut, war fast krank darüber geworden, hatte gespart, um einmal im Überfluss verschenken zu können.









